Ö …. ist ein Ultratrail und ein bisschen mehr.

21. März

Am Sonntag fiel der Startschuss ins Lauftraining. Anders kann ich unsere Teilnahme am Trail du Petit Ballon im elsässischen Rouffach eher nicht nennen. Aus den geplanten längeren Laufeinheiten wurde aus verschiedenen Gründen mal wieder nichts, seit Oktober 2016 in Kappadokien waren wir gerade zweimal etwa eine Halbmarathondistanz laufen. Die wöchentlichen Stirnlampenläufe um die 10 Kilometer zählen nicht wirklich. Oder doch? Und dann ein Start bei einem Ultratrail über 52km und 2300 Höhenmeter? Der übliche Barbara-Andreas-Wahn/laufSinn.

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Um uns in Rouffach etwa 1000 weitere Läufer, alle oder sicher fast alle besser trainiert als wir. Ja, wenn wir einen Teil der Strecke schwimmen könnten – da stehen wir gerade doch etwas besser im Training. Unspektakulär – zumindest im hinteren Teil des Starterfeldes, wo wir stehen – und irgendwie recht unvermittelt geht es los. Kurz hinter Rouffach dann schon hügelig, bergig durch die Weinberge. Wir sind ganz hinten, einer der Läufer trägt einen Besen im Rucksack. Das macht er sicher nicht von ungefähr. Es folgen tolle Trails, einige davon auch bergab – und das können wir wohl immer noch etwas besser als andere. Der Typ mit dem Besen fällt zurück. Bergauf, steil bergauf, bergab, steil bergab und dann noch mehr bergauf. Nach etwas mehr als fünf Stunden stehen wir im windigen Nebel auf dem Gipfel des Petit Ballon. Etwa 30km geschafft. Der ausstehende Halbmarathon bis zum Ziel geht vor allem bergab, aber leider nicht mehr so rund. Mal läuft‘s bei mir, mal bei Andreas, aber wir bleiben doch eher als Team zusammen. Die letzten Kilometer durch die Weinberge sind nochmal sehr steil, wir mässigen uns. Warum um zwei, drei Plätze kämpfen? Muskulatur noch mehr ausschiessen, Verletzung riskieren? Nein, das wäre falscher Ehrgeiz. So kommen wir nach 7 Stunden 50 Minuten als 815 und 816 von knapp 1000 Startern ins Ziel. Schnell Durchschnittsgeschwindigkeit hochrechnen, etwas Bonus dazu wegen der Höhenmeter – gut, SwimRun Hvar sollte läuferisch drin sein, wenn die Trails nicht zu ruppig werden. ÖtillÖ ? – tja, das sind ja nur noch mal 13km mehr ….

Der erste internationale SwimRun Equipment Test!

Kommendes Wochenende werden World of Swimrun (WoS), Swimrun France (SR-F) und Swimrun Germany (SR-G) den ersten internationalen SwimRun Equipment Test durchführen. Seid live dabei und stellt eure Fragen oder folgt unseren Updates in den sozialen Medien!

SwimRun ist ein weltweit rasant wachsender Sport. Aktuell gibt es über 300 bestätigte Rennen in 28 Ländern und auf sieben Kontinenten und jeden Monat werden neue angekündigt. Die Teilnehmerzahl wächst ebenso und 2016 starteten über 10.000 Athleten.

Obwohl es Schwimm- und Laufausrüstung schon sehr lange gibt machen die Kombination der zwei Sportarten, unterschiedliche Rahmenbedingungen und lockere Regeln SwimRun einzigartig. Während der ersten zehn Jahre lag die Entwicklung der Ausrüstung in der Hand des einzelnen SwimRunners, doch nun versteht die Sportartikelindustrie die vielen Anforderungen des Sports und die notwendigen Anpassungen und mehr und mehr Equipment kommt auf den Markt.

Wir sind Enthusiasten die den SwimRun leben, atmen und darüber schreiben. Auch testen, modifizieren und entwickeln unser eigenes neues SwimRun Equipment. In 2016 handelten unsere meistgeklickten Posts von Ausrüstung und Technologie. Es gibt einen großen Bedarf an diesem Wissen und ihr Athleten wollt erfahren welches neue Equipment auf dem Weg ist und wie es in der Praxis funktioniert. Um daher den Bedarf und die vielen Fragen zu bedienen, haben wir uns zu diesem ersten Swimrun Equipment Test unseres internationalen Verbunds entschlossen.

Von SwimRunnern, für SwimRunner.

Wir haben eine offene Einladung an alle Hersteller von Swimrun- oder dem Sport verwandter Ausrüstung versandt und Ihnen die Teilnahme am Test dieses Wochenende (23. – 26. März 2017) in Marseille, Frankreich angeboten.
Der Test wird unparteiisch und unter gleichen und praxisnahen Bedingungen durchgeführt mithilfe standardisierter Testmethoden. Geleitet wird er von Dr. François-Xavier Li (PhD) von der Universität Birmingham. Während des Wochenendes posten wir regelmäßig Updates auf unseren Social Media Kanälen – folgt uns live und findet Interessantes und Neues frisch vom SwimRun Markt 2017!

Folgt dem Hashtag #srgeartest2017 auf den folgenden Kanälen:

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Das Test Team stellt sich vor

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/The WoS Team, Swimrun France & Swimrun Germany

German SwimRun Ranking meets SwimRun Germany

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GSR Ranking 2016

Es war 2015… geschätzte knapp zwei Dutzend SwimRunner aus Deutschland tummelten sich auf Veranstaltungen in ganz Europa herum.

Hierzulande gab es noch keine Rennen und es kam die Frage auf: „Ist da draussen noch wer…?“

Schon war die Idee entstanden: „… schauen wir mal nach!“. Natürlich systematisch und gründlich und so gab es im Jahr 2016 das erste „German SwimRun Ranking“.

Nach ein paar Lernkurven zur Wertung, vielen neuen Rennen, reichlich Lob (und auch Kritik) für den Ansatz war die ursprüngliche Frage beantwortet: „Ja!“ und zwar mit „zweihundertundfünfzehn“. Das ist die Anzahl der Athleten aus Deutschland, die 2016 ein SwimRun Rennen gefinished haben.

2016 formte sich auch die – sagen wir mal – „Interessengemeinschaft SwimRun“ weiter und das GSR wird unter dem Dach von SwimRun Germany weitergeführt.

Für 2017 freuen wir uns schon auf noch mehr SwimRunner, noch mehr Rennen und einen heißen Fight der Teams um die Punkte!

Mehr Infos zum German SwimRun Ranking findet Ihr hier!

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Die fleißigsten Punktesammler im German SwimRun Ranking 2016, sowohl als Team als auch individuell: Wolfgang Grohé und André Hook, Team Campz

 

Erstes kleines Tief vor dem Ö

12. März

Helle und Sean von return2nature haben zugesagt, uns über den Sommer zu coachen. Wir kennen die beiden seit fast zwei Jahren – Ausdauersportler, Personaltrainer und selber SwimRunner aus Malmö. Der netten Skype-Konferenz folgten Schwimmpläne und jede Menge Fragebögen zu Zielen, Ernährung und Motivation. Sean‘s Schwimmpläne sind wie seine Paddles „huge“ …. Helle‘s Fragen zum Mental Coaching viele und tiefgehend. Dienstag hatte ich frei und habe mir sowohl die Bearbeitung der „diet“ als auch der „goals“ vorgenommen. Ausserdem schwimmen und laufen. …. ja …. das ging nach hinten los. Und zwar volle Kanne. Das Formulieren der Ziele, die ich dieses Jahr habe, hat mich total aus der Bahn geworfen. Wie soll ich das alles nur schaffen? Bisher habe ich immer vor mich hin gearbeitet und das meiste irgendwann erledigt bekommen. Aber jetzt, auf einmal – da war er, der Berg an Vorhaben und Plänen. ÖtillÖ im September. SwimRun Hvar in drei Wochen. Die Organisation zweier SwimRun Rennen im Verlauf des Jahres. Die organisatorische Vorbereitung des dritten Rennens für 2018. Der SwimRun Revierguide. Dazu der Laden, laufSinn voran bringen, Laufgruppen betreuen. Und dann noch die Arbeit als Anästhesistin (für all die Vorhaben sollte ich ja auch ein klein wenig Geld verdienen). Der Berg wurde mit jeder Formulierung grösser und meine Stimmung tiefer. Im Keller des depressiven Selbstmitleides angekommen, hab‘ ich den Rest der Vormittags am Laptop rumgedaddelt und gar nichts mehr auf die Reihe bekommen. Toll. Am Nachmittag war ich dann wenigstens noch schwimmen. Laufen – nein. Der Tag war dann plötzlich rum. Ganz toll.

Fazit: ich habe ein heftiges Jahr vor mir. Das wird aber nicht einfacher, wenn ich mir das ständig bewusst mache und mich selber deswegen bemitleide. Also raus, machen, tun. Und im Laufe des Jahres mal über einen Mentalcoaching nachdenken …. oder schon bald.

Hier der Link zu Sean und Helle Montem : www.return2nature.se

Andreas‘ Sicht auf das Ö

Barbara geht zum großen Ö. Ich zum Glück nicht. Oder?

Barbara ist schon seit bald 3 Jahren auf den Ötillö fixiert. Mir ist das zu viel. Zu viel Schwimmen. Zu viel Laufen. Zu Lang. Die Vorbereitung auf so ein Rennen ist einfach zu zeitintensiv. Zu fordernd. Zu unbequem.

2 Lose für den Ötillö sind gekauft. Auf einem stand mein Name. – Lose gibt es nur für die Teams, die bereits eines der Rennen aus der Ö-serie gefinisht haben-.

Unglaublich. Bei der Verlosung wird eines von Barbaras Losen gezogen. Kurzer Moment der Anspannung. Dann wird der zweite Namen gemurmelt. Es ist das mit Julian.

Erleichterung.

8 Monate harte Arbeit stehen ihr bevor. Ein teures Wochenende und eine wohl einmalige Erfahrung. Die dann allerdings nicht mit mir. Schade. Ich bin wohl doch etwas zwiegespalten… So ein Erlebnis gemeinsam wär schon toll. Aber mich darauf vorbereiten. Uff. Nein Danke. Da habe ich doch Glück, dass ich nicht mit „darf“.

Julian steht mit Barbara auf dem Ticket. Das ist auch gut so! Ich werde sicherlich die ein oder andere Einheit als Trainingspartner mitmachen, ganz ohne Druck. Vielleicht profitiere ich ja doch davon.

Übrigens darf ein Teammitglied ersetzt werden (gleichgeschlechtlich). Nur so…

Der Weg zum Ö wird lang …

16. Februar

Zwei Wochen Lanzarote Trainingscamp…. Direkt am Tag nach der Auslosung ging es im Flieger auf unsere geliebte Kanareninsel. Eine Woche Urlaub und eine Woche SwimRun Camp, das wir dort organisiert haben. Perfektes Timing. Mit Paul von Swim Lanzarote hatten wir einen fantastischen Schwimmtrainer. Drills im Pool, Technik im Offenwasser und Umgang mit Wellen und Strömung. Und von beidem gab‘s genug. Ebenfalls perfekt – eigentlich.

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Die Videoanalyse im Pool vermittelt mir das Gefühl, nicht schwimmen zu können. Die Umsetzung der Techniktipps verkopft mich total. Alle anderen aus der Camp-Gruppe profitieren davon und werden schneller und schneller. Nur ich werde bei den Ausflügen in den Atlantik nach hinten durchgereicht. Die Ausrede, Fotos machen zu müssen, funktioniert für die anderen ganz gut, nur ich weiss: das wird noch ein langer, langer, langer Weg. Vom laufen wollen wir hier mal noch gar nicht reden. Hvar Anfang April wird die erste harte Probe….

Michael Lemmel‘s Kommentar zu meinem Post auf Facebook „Train hard, want to see you at the finish line“ erhöht den Druck nur unwesentlich…

Ö – Sch** – ich darf zur Weltmeisterschaft …. II

Das grosse Ö, das ist Ötillö – DER SwimRun. Der erste, die Mutter aller SwimRun Rennen. Und die Weltmeisterschaft der SwimRunner. In Fakten: 65km laufen und 10km schwimmen im Schärengarten südlich von Stockholm. Start ist auf der Insel Sandham, Ziel auf der Insel Utö. Von Insel zu Insel – auf schwedisch „ö till ö“. Jedes Jahr am ersten Montag im September trifft sich die SwimRun Welt dort – oder sieht zumindest hin. Das Starterfeld ist sehr begrenzt, 120 2er Teams dürfen teilnehmen. Die Qualifikation ist hart.

Damit sind wir bei mir…. Seit Jahren brenne ich für diesen Sport. Multisport, draussen in der Natur, sehr unmittelbar in der Natur, ohne das beim Triathlon eher ungeliebte Fahrrad. Ich liebe SwimRun. Das heisst nun leider nicht, dass ich das auch sehr gut kann. Ich bin leidlich ausdauernd, aber nicht besonders schnell. In den bisherigen Qualifikationsrennen kämpfte ich eher gegen die CutOff-Zeiten als um einen Podiumsplatz. Warum will ich dann zum härtesten? Warum denke ich, dass ich bei der Weltmeisterschaft richtig aufgehoben bin? Bin ich nicht. Was ich will, ist diese einzigartige Athmosphäre erleben, inmitten all dieser fantastischen Sportler. Wir leben SwimRun – nicht nur selbst als Sportler, sondern auch als Veranstalter von Rennen und Camps und als Händler im bisher einzigen SwimRun-Spezialisten-Laden. Ich MUSS einmal zum Ötillö.

Um dort starten zu dürfen, muss man sich entweder qualifizieren, im Director‘s Choice gewählt werden, in der Lotterie Glück haben oder einen der vier Sponsorenplätze bekommen. Für‘s erste bin ich nicht gut genug und damit falle ich aus der vierten Möglichkeit eigentlich auch raus. Also habe ich mich bei den anderen beiden Varianten beworben bzw Lose gekauft. Schon das mit den Losen ist nicht so einfach: man muss als Team ein Qualifikationsrennen erfolgreich beendet haben, dann darf man pro Team ein (!) Los kaufen. Gut, Finish Utö mit Julian, Finish Engadin mit Andreas: das gibt zwei Lose.

Director‘s Choice: da bewerben sich Triathlon Granaten, Sieger des UTMB (die wohl auch noch schwimmen können) oder SwimRunner der ersten Minute. Und ich? Man kann es sich denken, hat nicht geklappt.

Lotterie: die Story kennt Ihr ja schon.

Ö – Sch** – ich darf zur Weltmeisterschaft ….

Donnerstag, 26. Januar … abends bei unserem Griechen. Bestellt ist und ich will eigentlich nur schnell auf meinem Smartphone den Flug für Lanzarote morgen noch mal checken. Der Messenger blinkt – ein „jaaaaa“ von André (Hook, seines Zeichens mehrfacher Finisher beim Ötillö und einer der besten deutschen SwimRunner). Was meint er? Oh Shit, stimmt – die Lotterie für Ötillö läuft. Wollte ich doch live ansehen. Ob eines meiner beiden Lose gezogen wird. Komplett verpasst. Mit etwas erhöhtem Pulsschlag rufe ich die Teilnehmerliste auf. Noch nichts drauf. Videoaufzeichung kann ich nicht abrufen. Also Andrè per Messenger gelöchert: wie? Tatsächlich? Mit wem? Kann das sein? „Ja. Tatsächlich. Wohl mit Julian. Ja. Damit macht man keine Scherze.“ Pulsschlag mittlerweile ziemlich hoch. Und dann ist die Liste online. Und ich stehe drauf, mit Julian. Angst, Freude, Unglauben, wieder Angst, wieder Freude und „was habe ich da nur verloren? Was habe ich mir nur gedacht?“

Julian ist nicht zu erreichen. Und Andreas? Leider – oder nicht das grosse öleider – war es nicht unser Los, dasgezogen wurde. Darf ich mich jetzt so richtig freuen? Wie geht es ihm damit, dass ich diesesAbenteuer ohne ihn angehe?

Die Videoaufzeichnung sehe ich mir dann auch endlich noch an: das zweite Los in der Mixed-Kategorie. Jetzt hab ich‘s gehört und gesehen: Barbara geht zum Ötillö. Wie geil ist das denn ?? Ich brauche einen Trainingsplan. Ich muss trainieren. Am besten sofort. Stockdunkle Nacht, -12°. Donau angefroren. Also doch erst betrinken ….

Allgäu SwimRun …. eine Teilnehmer Story

Danke an Nadine Wolff von Wolffsports.de für den schönen Bericht !!

…leider fällt mein Teampartner aus und ich will doch unbedingt starten…“
So hat mich ein Bert am 16.September angeschrieben. Worum es ging, wusste ich schon, da ich eigentlich mit einem Bekannten von Bert beim 1.Allgäu SwimRun starten sollte. Da er mir aber schon Mitte August abgesagt hat, war das Thema Laufen & Schwimmen in Kombination im Oktober für mich erledigt. Bis zu Bert seiner Frage, ob ich mit ihm starten würde. „Des pack ich etz nimma! Hab überhaupt nicht dafür trainiert.“ „Schade, aber wenn Dir noch jemand einfällt?“ „Also bevor du keinen findest…bin ich dabei. Kann mich aber trotzdem umhören.““Jubel! Also das wäre klasse… Soll ich noch weiter fragen, oder darf ich Dich fest einplanen?“ „Passt, bin dabei!“ „Das mit dem Spaß bekomme ich hin!“ Dachte ich…dazu aber später mehr….
Somit war meine Teilnahme beim 1.Allgäu SwimRun fix und an ausreichende Vorbereitung brauchte ich nicht mal mehr denken. Mir blieb nicht viel übrig als all die folgenden freien Morgende mit Laufen & Schwimmen zu trainieren und zu sehen, was ich überhaupt anziehe, weil so einen SwimRun-Anzug hab ich natürlich nicht. Wer weiß ob ich das überhaupt nochmal machen werden?!
Also kramte ich meinen Shorty mit den langen Armen raus, ¾ Laufhose drunter und meine uralten heißgeliebten INOV8 ROClite285, die schon längst im Ruhestand im Schuhregal bei den anderen 20 Paar stehen. *ichhabe21PaaralteabgelaufeneSchuhe *holymoly!!!!
Paddels, Schwimmmütze & Brille auf und los. Hoffentlich sieht mich keiner…aber Mama kam mir mit dem Rad entgegen für die moralische Unterstützung. Und um mir die Paddels nachdem 1.Schwimmen abzunehmen…braucht kein Mensch!
So ging es dann wechselnd zwischen Laufen und Schwimmen bis nach Rasch und wieder retour bis Burgthann bei einem wirklich traumhaften Wetter. Am Ende waren es 1:10 h mit knapp 10 km. Das sollte aber meine einzige „lange“ Einheit sein…mir lief die Zeit davon…und meine fahrende Begleitung. Das wird wahrhaftig lustig!

Zuhause hab ich dann mal eben grob überschlagen, wann ich das Spektakel wiederholen kann. Zwei Mal müsste es noch klappen. Brauch ich auch. Irgendwie.
Also ging es direkt am nächsten Tag wieder in voller Ausrüstung, bis auf die Paddels, die brauch & will ich nicht, zum Kanal. Da ich am Tag zuvor mit meinen alten Schuhe Rückenschmerzen bekam (kein Wunder wenn die Sohle schon bockelhart ist, weil sie so alt sind!) hab ich mich dann für ein Paar aus meiner Winterkollektion entschieden. Dass sie wasserdicht sind, ist zwar nicht wirklich von Vorteil, aber ich wusste die „Käfer“ sind leicht und flexibel.
Mama war dieses Mal zu Fuß unterwegs und für eine lange Einheit hatte ich eh keine Zeit. Da ich, wie so oft spät dran war, ging es schon mit einem TempoDauerLauf bis Schwarzenbach, wo Mama auf mich gewartet hat und bemerkte wie warm es eigentlich im Neo werden kann. Dann hab ich mich auch schon auf´s Wasser gefreut….also rein. *japps *waaaaa *japps bis zur Schleuse an der wir als Kind die Sommertage verbracht haben, da ging es auch schon wieder raus. *puh!…Ne Runde laufen, versucht hier ein paar Erdpupse mitzunehmen und wieder ins Wasser. Raus, bei meinem Bruder vorbei und nochmal ins kühle Nass, bevor ich dann wieder mit einem TDL heim bin. Die Hoffnung auf einen schnellen Lauf nach dem Schwimmen hab ich mit dieser Einheit erstmal ad acta gelegt. Zumindest auf die Distanz, die in Oy-Mittelberg auf mich und meinem Teampartner warten. 4 Tage nachdem 2.Training ging es dann das letzte Mal bei mega sonnigen, aber sehr, sehr frischen 3° und 10° Wassertemperaturen wieder los. Dieses Mal stand Papa am Kanal. „Ganz gsund bist aber wirklich net!“ „Stimmt! Kann man, muss man aber nicht!“ Also rein! Holla die Waldfee!!!! Das Wasser war zwar wärmer als die Luft, aber ganz schön zapfig. Egal, schließlich weiß ich ja auch nicht, wie am Samstag das Wetter sein wird…und genau diese Einheit war die Wichtigste, wie ich Samstag feststellen sollte! Nachdem Schwimmen ist Papa wieder ab und ich zum Laufen. Irgendwie lief es an dem Tag nicht rund, weil mir kalt war. Zumindest die ersten Meter beim Laufen. Nach meiner Runde stand ich wieder am Kanal. Gerade als ich alleine rein wollte kam mein ehemaliger Nachbar von seiner morgendlichen Radrunde zurück und ich bat ihn, doch bitte ein Stück am Kanal entlang zu fahren, so lange ich schwimme. Beruhigender…das 2.Mal wurde es zwar nicht wärmer, aber zumindest schwamm ich ruhiger. Etz aber heim. „Danke nochmal!“ und weg war ich. Ob mich jemand sieht oder nicht ist mir mittlerweile Jacke wie Hose. Ich will nur noch in die heiße Wanne! Zuhause angekommen war ich froh, dass ich den Schlüssel ins Schloss bekam, so eingefroren waren meine Hände. An meine Füße dachte ich in dem Moment nicht, die spürte ich eh nicht. Der Postbote!!! „Heute kann ich dir nicht unterschreiben, aber du könntest mir bitte den Neo aufmachen!“ Ja, unsere Postler sind Allrounder und sehr hilfsbereit. In voller Montur bin ich dann in die Badewanne…für ne gefühlte Stunde, bis ich wieder aufgetaut war. Dankbar diese Einheit durchgezogen zuhaben, hoffte ich inständig, dass solche Temperatur nicht am Samstag herrschen, aber es sollte ganz anders kommen….
Kurz die Veranstalterin Barbara, die ich von Ultraläufen kenne, angeschrieben, was ich denn bitte anziehen kann, damit meine Füße das am Samstag mitmachen. „Merino ist das Zauberwort!“ *hmm…hab nix mit Merino. Amazon Prime sei dank, kamen auch direkt am Tag darauf und auch der Tag der Abreise, ein Paar Merinosocken kurz vor knapp. Mit einem: „wird schon schief gehen“ bin ich dann mit den Socken im Gepäck los ins Allgäu, wo ich dann auch dank der Lieferung, zwar etwas spät aber immer noch rechtzeitig zum Briefing angekommen bin.
Ohhh, Schuhe zum Leihen und wenn dir die Schuhe beim Wettkampf taugen, kann man sie danach zum Sonderpreis kaufen. „Größe 45 1/2 bitte!“ „Was?“ „45 1/2 bitte zum Testen.“ Sind nämlich exakt meine Käfer, nur eben nicht Wasserdicht. Cool, einen Expander in meinem Grün um den Teampartner da an zu hängen gibt es auch! Yeah, einen SwimRun-Anzug in meiner Größe ist auch noch da! Und einen Doppelpack Merino-Socken *grummel…. PERFEKT!!! Bert und seine Frau Jessyca konnte ich auch endlich ausfindig machen und wir gingen gemeinsam zur Kasspatzen-Party.
Das Heck-Meck mit meinem Zimmer erspare ich euch an dieser Stelle, das würde den Rahmen hier sprengen. Nur so viel: 1 1/2 h später hatte ich endlich mein Zimmer!

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Raceday und ein mehr als bescheidenes Wetter wartete auf uns. 5° Wind & Regen. Hat der Wetterbericht nicht irgendwas von 15° und sonnig gesäuselt?!?! *hmpf, dann halt so. Dankbar über den Anzug, der im Gegenteil zu meinem langes Bein hat, ging es dann zum Start.
Kurz noch ein paar Worte vom Bürgermeister, ein Blaskonzert und dann kam auch schon der Startschuss. „Bitte net gleich los ballern, sonst bin ich jetzt schon blau!“ „Nee, ganz locker.“ 2 min später. „Können wir?“ *ähm…ja, mit einem 4:50 Schnitt sterbe ich schon bis zum 1. Schwimmen. Egal, ist ja der vorvorletzte Wettkampf in dem Jahr, also blieb ich dran. Dank des längeren Laufabschnittes hab ich mich tatsächlich bis zum ersten Schwimmen gefreut, da mir echt warm war. Das erste Stück war gerade mal 250 m, dann 100 m laufen bevor der zweite und eines der längeren von insgesamt 6 Schwimmabschnitten kam. 20 min für knapp 900 m und Wassertemperaturen von 10°. 15 min Laufen, dann kam der 3.Schwimmabschnitt wieder mit knapp 900 m in 20 min inkl. Vollwaschgang dank des Wellengang. Und genau hier beim dritten Abschnitt bei der Hälfte kam die Kälte…du merkst, wie die Finger eisig werden, die Muskulatur abkühlt und du eigentlich ein paar hundert Meter vor dem Schwimmausstieg Beine schwimmen möchtest, aber es beim besten Willen nicht geht, weil ich meine Gräten nicht dazu bringen konnte und ich außerdem Bert am Expander hinter mir hatte. Die 1.Verpflegung und ich stand da und fand meinen Silikontrinkbecher nicht, den ich irgendwo in meinem Anzug deponiert hatte. Abgesehen davon, dass ich auch nicht in der Lage gewesen wäre, den da raus zu fummeln, weil ich so zitterte. Ich bekam eine Rettungsdecke umgehängt und einen Plastikbecher. In der Zwischenzeit kippte sich ein Teilnehmer die Suppe oben in seinen Anzug und ich versuchte die Suppe weiterhin in meinen Schnabel zu treffen, was gar nicht so einfach war, wenn man so zittert. Nach gut 6 min mussten wir dann auch los, Bert wurde kalt und mir langsam warm. So zittrig zu laufen mit eingefrorenen Füßen ist auch nicht wirklich soooo lustig, aber ich versuchte, samt Rettungsdecke, in den Trab zu kommen. 9 km hatte ich Zeit wieder zu Kräften zu kommen und in einen gleichmäßigen Tempo mich warm zu laufen.

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Bert hatte einen kleinen Stoffrucksack dabei, wo er seine Paddels immer verstaute. Da kam auch beim 4. Schwimmen meine Rettungsdecke rein. Die geb ich heute nimma her! Das Wasser war mit seinen 10° wärmer als die Luft und man hat sich tatsächlich nach dem langen Laufstück auf das Schwimmen gefreut. Die Händen haben im Wasser dann ihre normale Temperatur bekommen…bis zur Hälfte wieder von den gesamt 800 m…dann kroch die Kälte wieder in mich. Meine Finger konnte ich mittlerweile auch nicht mehr schließen um einen runden Zug zu bekommen. Wieder laufen, dieses Mal aber nur ein paar Meter, 100 m Schwimmen, laufen, dann die letzten 400 m Schwimmen, bevor es dann noch 2,5 km bis zum Ziel waren. 50 m vorm Zieleinlauf hab ich dann auch meine Rettungsdecke abgelegt mit der Folge, dass ich als „Goldmariechen“ ins Ziel kam. Die wärmende Folie hat sich buchstäblich in ihre einzelnen Bestandteile aufgelöst und mich in einen Goldschimmer gehüllt.
Barbara begrüßte uns im Ziel mit unserem Finisher-Geschenk, was ein Mikrofaser-Handtuch von HEAD war, und einer herzlichen Umarmung. „Ihr habt hier wirklich eine großartige Veranstaltung aus dem Boden gestampft!“ Dann gab es heiße Suppe. Duschen war erst 45 min nach dem Zieleinlauf möglich. Ich musste mich erst sammeln und das Zittern in den Griff bekommen. Nach der After-Race-Nudelparty, mit Jacke & Pulli, freute ich mich auf meine Heizung im Auto, die tatsächlich bis fast Zuhause am Anschlag lief….
Unter´m Strich: 7 Laufstrecken mit Gesamt 23,5 km und 6 Schwimmabschnitten mit 3,5 km, gestarteten 15 Mixed-Teams waren wir nach 4:03:33 als 7. im Ziel. Danke nochmal Bert für die Möglichkeit das Auszuprobieren!
Spaß hatten wir irgendwie aber trotzdem, was aber bei den Temperaturen wirklich schwer war. Ich hatte das Gefühl das mein Gesicht und meine Hände bald platzen, so geschwollen waren die vor lauter Kälte. Das ich so gezittert habe heißt aber auch, dass mein Körper gut damit umgehen kann, weil durch das Zittern dein Körper versucht sich wieder aufzuwärmen. Sollte ich das nicht mehr, würde ich mir tatsächlich Sorgen machen! Was die Muskulatur beim Schwimmen angeht, ist reine Trainingssache. Krampfanfällig sollte man aber dennoch nicht sein, weil die Kombi „kalt & Krampf“ macht es nicht gerade leichter.

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Die Ausrüstung, inkl. meinen selbst gebastelten Pullbuoy, war optimal. Keine Blasen trotz neuen Schuhen UND neuen Socken. Der Anzug hat mich wohl vor Schlimmeren bewart beim Wettkampf. Danke Danke Danke für den geliehenen Anzug Barbara! Die Veranstaltung und das ganze Drumherum war sensationell und kann ich auch nur „wärmstens“ weiter empfehlen um mal was Neues auszuprobieren, seinen Grenzen zu erreichen und im Team zu starten!

SwimRun Neos – Qual der Wahl ? Which neo is the right one?

Welcher Neo taugt für welchen Zweck?
Hier findet Ihr eine erste Übersicht. Abweichungen natürlich immer möglich. Vor allem die Passform eines Neos ist schon sehr individuell…. Also am besten selber testen.

Wich neopren is the right one?
A short overviwe. Be aware: the fitting of an neopren is allways very individual. So do go for a test yourself..

 

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HEAD Rough Idealer Allrounder, günstig in der Anschaffung extrem robust und multifunktional einsetzbar.
Orca Core Der Einsteiger, günstigster Swimrunneo, aber nicht wirklich für kalte Temperaturen, nur 1 RV im Frontbereich.
HEAD AERO Rennanzug mit ¾ Hose, sehr gut zu laufen, eher für Schwimmer mit guter Wasserlage. Eher ein reiner Wettkampfanzug.
Orca Swimrun RS1 Starker Kompromiss. Viel Stretchmaterial im Oberkörper ermöglicht beste Armarbeit. Extra viel Auftrieb am Oberschenkel ermöglicht einen Verzicht auf Pullboy.
HEAD Base Der vollbeschichtete, kann gerne auch mal zum Triathlon verwendet werden. Für kalte Bedingugnen.
Zone-3 Evolution Rennanzug mit bestem Stauraum, sehr guten Schwimmeigenschaften. Auftrieb durch extra Calves. Größte Schwäche: enger Oberkörper mit nur 1 RV. Daher nur schwer auszuziehen.

HEAD Rough Ideal allrounder. Very robust and very stretchy material. Good price an multipel usabel.
Orca Core A good starter. Very low price, but not suitable for cold conditions. Only 1 zipper in the front.
HEAD AERO The neopren for Racetime. Very flexible 3/4 trouser makes him ideal for running. Very light weighted with not so much buoyancy at the feet. Ideal for good swimmers.
Orca Swimrun RS1 A Strong compromise. A lot of stretch material between chest and arms enabels an easy armwork. An extra on buoncy on the legs (8mm neopren) may spare an seperate pull buoy. Not passing triathlon regulations.
HEAD Base Besides a small stretch part between the legs, a fully glide skin neopren. Best for cold condiotions. Also suitable for thriatletes.
Zone-3 Evolution The Suite with the biggest stowing room! Perfect swim qualities. Provides an extra on buoncy by adding neopren calves. Penalty Points: very tight upper body and only 1 zipp – so very hard to take off during the race. Extreme delicate calves.