Merino im SwimRun

Merino Wolle im SwimRun Sport

Riecht nicht, kratzt nicht, kühlt, wenn’s warm ist, wärmt, wenn’s kalt ist. Das sind die bekannten Fakten über Merino Wolle. Warum?
Wolltextilien sind bekannt für ihre guten Isolationseigenschaften. Dies trifft natürlich auch auf Merinowolle zu. Die Fasern des Merino sind stark gekräuselt und haben eine wellenartige Struktur. Dadurch liegen die Fasern sehr locker aufeinander und es entstehen Luftkammern, die die Körperwärme einschließen und zurückhalten. Diese Luftkammern verringern den Wärmeaustausch im Material, speichert Körperwärme und wirkt somit isolierend nach außen – ob nun gegen Winterkälte oder Sommerhitze. Außerdem erzeugen Merinofasern, wenn sie Feuchtigkeit aufnehmen, Wärme. In einem exothermischen Prozess entsteht sogenannte Absorptionswärme, das Material erwärmt sich.

Gerade die Isolationseigenschaften dieser Wollfaser wie oben beschrieben machen sie im SwimRun fast unverzichtbar. Kaltes Wasser, gerne im Wechsel mit warmen Lufttemperaturen verlangen eine Bekleidung, die der eigenen Körperregulation diese extremen Wechsel erleichtert.

Devold of Norway – einer der ältesten Merino-Marken

Devold of Norway zählt zu den ältesten Merino – Herstellern. Wir setzen auf ihre Erfahrung und ihr Knowhow mit der „Wunderfaser“. Die norwegische Firma verarbeitet Merino in langen Fasern, anders als andere Merinomarken. Das macht das Material so wunderbar angenehm zum Tragen, das kratzige Wollgefühl bleibt völlig aus. Leider wird es dadurch allerdings auch empfindlicher und weniger robust.
Wir schwören auf Merinowäsche unter dem Neopren und können hier vor allem das Wool Mesh von Devold empfehlen. Die Mesh-Struktur verstärkt noch die Isolationswirkung der Luftkammern. Der ärmellose Schnitt erlaubt eine freie Schulterbeweglichkeit. Aber auch das Top aus der Breeze-Serie hat sich bewährt. Es ist etwas dünner und leichter, trägt sich sehr angenehm – und sieht etwas schicker aus.

Merino wool-mesh
Merino breeze

 

 

 

 

Devold zählt zu den wenigen Marken, die sich die Kontrolle über die gesamte Produktionslinie erhalten: vom Scheren der Schafe bis hin zur Nähstube. Die Wolle wird in Europa gesponnen und in Litauen in einer eigenen Produktionsanlage gefärbt, gestrickt und genäht. Ohne Schwermetalle oder andere Schadstoffe und nur mit biologisch abbaubaren Farbstoffen verarbeitet Devold sein Merino.
Und kurz im Interesse der Tiere: zum sogenannten Mulesing, eine sehr schmerzhafte Prozedur, die dem Bakterienbefall der Schafe vorsorgen soll. Vor allem australischen Schafzüchter wird dieses Vorgehen anhaltend vorgeworfen. Verantwortungsbewusste, auf Tierschutz und Qualität achtende Markenhersteller von Merinobekleidung wenden sich gegen diese umstrittene Praktik, indem sie ausschließlich Merinowolle aus zertifizierten Zulieferbetrieben kaufen, in denen kein Mulesing angewendet wird.